Dez 30

Hochschule Fulda

Die Hochschule Fulda (kurz: HS Fulda, ehemals Fachhochschule Fulda) ist eine Campus-Hochschule, die 1974 als fünfte staatliche Fachhochschule des Landes Hessen gegründet wurde. Sie erstreckt sich aktuell mit ihren etwa 6.700 Studenten über acht Fachbereiche und hat im Zuge des Bologna-Prozesses die Studiengänge vollständig auf die akademischen Grade Bachelor und Master akkreditieren lassen.

Sie ist die erste Hochschule ohne Promotionsrecht, die in die European University Association aufgenommen wurde. Der internationale Name lautet „Hochschule Fulda – University of Applied Sciences“.

Die Gründung der Hochschule

Die Gründungsgeschichte der Hochschule liegt nicht sehr weit zurück. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurzelte sie unter anderem in den langen Traditionen der Lehrerausbildung in Fulda. Diese lebte auf, als 1949 das „Pädagogische Institut“ gegründet wurde, dessen Leiter der Pädagoge und Schriftsteller Leo Weismantel war. Die direkte Vorläuferinstitution der Fuldaer Hochschule war das am 2. Mai 1963 eröffnete Pädagogische Fachinstitut, das der Ausbildung von Lehrern in den musisch-technischen Fächern diente, welches bis 1965 unter Leitung von Wilhelm Himmerich und danach von Franz Handwerk stand. Bereits seit dem 1. August 1971 war sie Teilstandort der in dem Jahr gegründeten Fachhochschule Gießen. Die ersten Fachbereiche waren „Pädagogik“ (der Nachfolger des Pädagogischen Fachinstituts), „Sozialpädagogik“, „Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung“ und „Sozial- und Kulturwissenschaften“. Kurz darauf zum Wintersemester 1972/73 wurde auch der Fachbereich „Sozialarbeit“ eingeführt.

Am 1. August 1974, genau drei Jahre nach der Gründung der Fachhochschule Gießen, wurde dann die Fachhochschule Fulda unter der Leitung von Tassilo Wettengl gegründet. Etwa 750 Studenten wurden zum Wintersemester 1974/75 gezählt und noch im gleichen Jahr zusätzlich der Fachbereich „Wirtschaft“ eingeführt. Ebenfalls in den 70er Jahren wurden sowohl die neue Mensa eröffnet als auch der Fachbereich „Pädagogik“ abgeschafft. Bis heute wurden zusätzlich die Fachbereiche „Angewandte Informatik“ sowie „Haushalt und Ernährung“ (beide zum WS 1982/83), „Elektrotechnik“ (März 1993) und „Pflege und Gesundheit“ (April 1994) eingeführt.

An der 20-Jahr-Feier der Hochschule im Jahre 1994 wurden bereits 3.500 Studenten gezählt. 1998 wurde Roland Schopf zum Rektor und im Jahr 2000 zum Präsidenten gewählt.

 

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Hochschule_Fulda

Dez 30

Die studentische Krankenversicherung

Ein Studium erwirkt die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Vorrausetzung für das Studium an einer staatlichen Universität oder Fachhochschule in der Bundesrepublik ist deshalb eine Bescheinigung der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse über die Absicherung in dieser, über die Versicherungsfreiheit des Studenten (hauptberuflich selbständig erwerbstätig, Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze etc.) oder die Befreiung von der Versicherungspflicht.

Studenten können in der gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert sein oder eine private Krankenpolice bei einem Versicherungsunternehmen abschließen. Studenten sind generell an die Versicherungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung gebunden, können sich aber auf Antrag von jener befreien lassen und zwar innerhalb von drei Monaten nach Eintritt dieser Pflicht. Die Versicherungspflicht besteht mit dem Beginn des Studiums oder bei eintretender Familienversicherung spätestens mit dem Ablauf dieser. Die Befreiung gilt für den ansonsten versicherungspflichtigen Zeitraum, also für die Dauer des Studiums.

Die Befreiung von der Versicherungspflicht

Bevor die Einschreibung an einer Universität oder Fachhochschule erfolgt, ist abzuklären, ob Versicherungsfreiheit vorliegt, die Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung oder die Familienversicherung in Betracht kommt. Die Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (die Versicherungsfreiheit) verpflichtet durch die in Deutschland gültige allgemeine Krankenversicherungspflicht zur freiwilligen Absicherung in einer gesetzlichen Kasse oder zur privaten Krankenversicherung. Jeder Bürger muss krankenversichert sein.

Studenten können sich unter bestimmten Voraussetzungen über die Familienversicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei absichern. Relevant sind Einkommen und Alter des Studenten – die Familienversicherung erfolgt bis zum 25. Lebensjahr sowie erweitert um etwaig erfüllte Dienstpflichten wie Wehrdienste und Zivildienste. Die Altersgrenze gilt nur bei der Versicherung über die Eltern, bei der Absicherung über den Ehepartner gibt es keine Altersbegrenzung. Eine monatliche Einkommensgrenze besteht in Höhe von 365 Euro und 400 Euro bei der Ausübung eines Minijobs für 2010, die Regelmäßigkeit des Einkommens ist bedeutsam. Außerdem ist zu prüfen, inwieweit eine Familienversicherung genutzt werden kann, wenn ein Elternteil privat krankenversichert ist.

Private Krankenversicherung oder gesetzliche Krankenkasse

Entscheidet sich der Student stattdessen für eine Befreiung von der Versicherungspflicht, ist die private Krankenversicherung oder die freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse obligatorisch.
Werden die Alters- oder Einkommensgrenzen der beitragsfreien Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung überschritten, haben Studenten die Wahl zwischen einer „eigenen“ Pflichtmitgliedschaft über die gesetzliche Studentenkrankenversicherung und der Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, woraus wiederum eine private Krankenversicherung oder die freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft resultiert.

Die Studentenkrankenversicherung der gesetzlichen Krankenkassen ist im Vergleich zu der „normalen“ Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung günstiger. Differenzen in der Leistung bestehen aber nicht, weil die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen vom Gesetzgeber mehrheitlich vorgeschrieben werden. Satzungsleistungen, sprich in der Satzung der jeweiligen Krankenkasse verankerte Mehrleistungen, nehmen nur einen kleinen Teil des Leistungsumfangs der Kassen ein, können allerdings unterschiedlich sein. Die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten kann nur bis zum 14. Fachsemester bzw. der Vollendung des 30. Lebensjahrs in Anspruch genommen werden, eine Verlängerung der Inanspruchnahme ist unter besonderen Umständen möglich.

Wann die Versicherungspflicht erlischt

Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung erlischt für Studenten mit Vollendung des 30. Lebensjahres bzw. dem Ende des 14. Fachsemesters. Der Student kann sich dann als freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse oder privat absichern.
Gesetzliche Kassen gewähren im Anschluss an die Studentenkrankenversicherung meist für maximal sechs Monate einen relativ preiswerten Übergangstarif, spätestens danach ist in der gesetzlichen Krankenversicherung für den Studenten lediglich noch die „normale“ freiwillige Mitgliedschaft möglich.

Private Krankenversicherer offerieren besondere Tarife für Studenten. Diese weisen in aller Regel einen – für die private Krankenversicherung charakteristisch und im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung – höheren Leistungsumfang auf. Die Tarife sind wie auch bei der gesetzlichen Studentenkrankenversicherung alterstechnisch begrenzt, oftmals auf das 30. Lebensjahr des Studenten aber auch darüber hinaus. Das Semester bleibt bei den privaten Studententarifen hingegen üblicherweise unberücksichtigt. Neben dem umfangreicheren Leistungsspektrum ist ferner die etwaige Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen ein interessanter Aspekt.